Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   Die Homepage der Deutschen Schule Guadalajara



Webnews



http://myblog.de/lenita0607

Gratis bloggen bei
myblog.de





Anreise




Hallo ihr Lieben zu Hause,

endlich hab ichs geschafft: mein erster Eintrag! Falls ihr euch wundert, warum dies so lange gedauert hat: Wir haben seit Freitag keinen Strom in der Wohnung, weil Olguita vergessen hatte die Rechnung zu bezahlen. Und nun sieht es fast so aus, als waere die Stomgesellschaft mit ihrer Buerokratie ueberfordert oder aber sie gibt dem boesen Kunden einen Denkzettel.

Jedenfalls sitze ich jetzt im Lehrerzimmer des Colegio Aleman, froh, meinen E-Mails lesen zu koennen.

Anreise: Hat alles super geklappt, sogar in Atlanta bin ich ohne Probleme durchgekommen. War schon ganz amuesant dort, obwohl alle richtig genervt waren. Eine dieser Ordnerinnen ist total ausgeflippt, weil die doofen Reisenden dieses uebersichtliche System des Schlangestehens nicht durchschaut haben und das gut versteckte Ende der Schlange auf der anderen Seite des Saales nicht entdeckten. Anschliessend mussten bei der Sicherheitskontrolle alle die Schuhe ausziehen... mmmhh. Aber sogar meine geschmuggelte Banane wurde uebersehen, die ich vergessen hatte zu essen.
Im Flieger nach GDL (neue Bedeutung dieses abgenutzten Begriffes, der euch in D hoffentlich keine Probleme mehr bereitet) hab ich eine Deutsche kennengelernt, die einen Freiwilligendienst in einem Krankenhaus absolvieren wird.

Olga hat mich am FLughafen abgeholt. Sie ist eine ganz Liebe. Auf dem Parkplatz mussten wir erst mal eine Weile ihr Auto suchen (obwohl er doch sehr uebersichtlich war ) und dann sind wir heim. Zu diesem Zeitpunkt war ich dem Komaschlaf schon sehr nahe und fiel dann auch gleich ins Bett.

Die Wohnung ist sehr einfach, aber nett. Heizung gibts nicht, dafuer ists hier aber sogar nachts im Gegensatz zu meiner erinnerten Temperatur in D doch sehr angenehm.

9.1.08 14:57


Wochenende und erste Schulerfahrungen

Am Samstag frueh hat mich Olga auf dem Weg zur Arbeit in Tlaqupaque abgesetzt, einem wunderschoenen Vorort von GDL, eben so wie man sich Mexiko so vorstellt. Strahlend blauer Himmel, gruene Baeume, eine huebsche Plaza, bunte Haeuser mit viel Kunstgewerbe... Ich esse mein erstes mexikanisches Mittagessen, Enchiladas.

Das Bussystem Guadalajaras habe ich laengst noch nicht durchblickt. Und so gestalten sich alle Wege als ziemlich schwierig. Das meiste Spanisch spreche ich wahrscheinlich, wenn ich nach dem Weg suche  Die Leute sind supernett und hilfsbereit, aber weder sie noch die Busfahrer scheinen richtig Ahnung vom Busplan zu haben. Ich bin immer noch ueberall angekommen, aber habe immer sehr viel Zeit eingeplant, bin in die falsche Richtung gefahren (obwohl ich den Fahrer darum bat, mich an entsprechender Stelle rauszulassen), und wenn ich den Fahrer nicht frage, steige ich entweder zu spaet oder zu frueh aus! So langsam kenne ich mich ein wenig aus, aber am Anfang war es auch schwierig, in dieser gigantischen Stadt die Entfernungen einzuschaetzen. Der Verkehr hier ist sowieo chaotisch, und das Leben eines Fussgaengers zaehlt nicht sehr viel. Jeden Sonntag wird aber eine Avenida gesperrt, und es wird Platz gemacht fuer Radfahrer, Jogger und Skater - echt lustig.

Am Sonntag habe ich Olguita zu ihrer Freizeitbeschaeftigung begleitet: Sie trifft sich einmal am Wochenende mit einer Gruppe, deren Mitglieder sich als Clowns verkleiden und dann in ein oeffentliches Krankenhaus fahren, um die kranken Kinder zum Lachen zu bringen. Es war lustig, aber auch ein wenig traurig, all die krebskranken Kinder zu sehen, die sich ueber diese Aufheiterung wahnsinnig freuten.

Vorgestern hat schliesslich die Schule angefangen. Ich fuehle mich sehr wohl, Lehrer und Angestellte sind sehr nett, das Essen im Comedor koestlich... die Klassen sind meist angenehm klein, aber trotzdem  geht es ziemlich turbulent zu! Mit deutscher Ordnung und Disziplin hat dies nicht sehr viel zu tun. Deutsche Schueler gibt es relativ wenige, die meisten kommen aus der mexikanischen Oberschicht.

Ich bin mal gespannt, was in den naechsten Wochen noch auf mich zu kommt!

 

 

9.1.08 19:12


Faules Wochenende am Strand

Am Freitag direkt nach der Schule ging es los Richtung Pazifikkueste. Mit dabei: Claus, Lehrer und begeisterter Surfer (der eine Oma aus BC hat, bei der er nach seiner Erinnerung seine ersten Erdbeeren mit Sahne gegessen hat, nett, was?), Sandra (Grundschule), Robert und seine Freundin Steffi.

Unterwegs kamen wir an karger Landschaft vorbei, aber auch an wunderschoenen Orten: Ein riesiger ausgetrockneter See, ueber dem ein Sandsturm wie ein Nebel wehte; Ein qualmender Vulkan und sein Zwillingsbruder von ueber 4000 Metern; tiefe Schluchten und Felsen; und schliesslich, als die Kueste naeher kam, Bananenplantagen und Palmenwaelder.

Unterwegs assen wir unglaublich leckere Quesadillas und fuhren an einem Surfshop vorbei, wo Robert ein Surfboard bestellte. Hier rannten schon im Hof die Krebse rum, und es war sehr feucht.

Am Ziel angekommen war es schon dunkel und wir bauten unsre Zelte und Haengematten unter einem Dach aus Palmblaettern auf. Viel war nicht zu sehen, aber doch das Meer in wenigen Metern Entfernung, das da vor sich hin rauschte. Nun oeffneten wir eine Flasche Tequlia, von der man ohne mit der Wimper zu zucken ohne Zitrone oder Salz trinken konnte. Unter mysterioesen Umstaenden war die Flasche am Ende des Abends leer (zu viert!), und als wir ins Bett gingen, kam aus einem Nachbarzelt eine nicht nachvollziehbare Bitte auf Hollaendisch und Englisch um Ruhe.

Als ich am naechsten Morgen aus dem Zelt krabbelte war die Sicht auf das Meer vor der Nase umwerfend. Da surften schon die ersten aus diesem kleinen alternativen Surferdorf, und gleich darauf tauchte ganz nah am Strand ploetzlich ein Walruecken auf! Fuer die Surfer waren die Wellen zu harmlos, fuer den gemeinen Schwimmer schon ganz ordentlich. Wir Nicht-Surfer lagen eigentlich den ganzen Tag faul in der Sonne und im Schatten herum. Die Temperaturen waren ziemlich perfekt, es wehte ein leichter Wind...

Am Abend machten wir ueberm Lagerfeuer Quesadillas und unzaehlige niedliche Einsiedlerkrebse marschierten uns mit einem Kitzeln ueber die Fuesse.

Mit unsren hollaendischen Zeltnachbarn hatten wir mittlerweile Freundschaft geschlossen, und als ich mich mit einem von ihnen unterhielt, stellte sich heraus, dass er jeden Sommer im Kreuzlinger Biergarten am Hafen Pizzas baeckt und im Winter zum Surfen nach Mexiko fliegt. Meine Pizza naechsten Sommer hab ich sicher!

 Am Sonntag machten wir uns auf den Heimweg und unterwegs kauften wir uns Chocobananas, gefrorene Bananen mit Schokoueberzug und Kokosstreuseln. So etwas koestliches! Ausserdem wurden wir an der Grenze des Bundesstaates Michoacan vom Militaer gefilzt, da die hier ziemliche Probleme mit Drogen haben. Claus erzaehlte, er sei schon mal in eine Schiesserei zwischen zwei Drogenbanden geraten, und er sollte auch mal ein Paket eindeutigen Inhalts nach GDL transportieren... Unser Auto streikte auf dem Heimweg alle 50 km mal, was ganz lustig war, vor allem beim Ueberholen. Es musste dann einfach neu gestartet werden.

Zuhause freute ich mich ueber eine Dusche! Und heute war natuerlich wieder Schule. Bisher ist es noch ganz relaxt, aber das bleibt wahrscheinlich nicht lange so, wenn die Unterrichtsvorbereitung beginnt und die Deutschsunden, die ich fuer die mexikanischen Angestellten halten soll!

¡Hasta la proxima vez!

 

 

15.1.08 02:01


Einige Bilder

18.1.08 02:12





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung