Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 



  Links
   Die Homepage der Deutschen Schule Guadalajara



Webnews



http://myblog.de/lenita0607

Gratis bloggen bei
myblog.de





DaF und Boca de Iguana

So meine lieben Daheimgebliebenen, ¿qué onda? Nach ca. 3 Wochen Funkstille muss ich mich jetzt mal wieder an die Tastatur setzen. Es ist auch ziemlich viel passiert in den letzten Wochen... An der Schule bin ich mittlerweile voll eingespannt, hab schon Stunden gehalten und darf jetzt auch Deutsch-Stunden fuer die mexikanischen Kollegen und Mitarbeiter geben. Das ist eine ziemliche Herausforderung, aber macht auch wahnsinnig Spass! Richtig hart ist es, um halb 6 morgens aufzustehen, da die Kurse zwei Mal pro Woche um 7 Uhr stattfinden, also vor dem Unterricht. Die Praktikanten, die vor mir hier an der Schule waren, haben mit dem DaF-Unterricht angefangen, und deshalb wurde ich gebeten, dies gegen Bezahlung weiterzufuehren. Es ist recht schwierig, wieder den Einstieg zu finden, denn bis auf ein paar "Streber" haben alle alles schon wieder vergessen. Und wie den Akkusativ erklaeren, wenn der in Spanisch gar nicht ausgedrueckt wird bzw. einige von dessen Existenz ueberhaupt nicht wissen? Zumindest koennten sich die Lehrer an der Puenktlichkeit und dem Hausaufgabeneifer ihrer Schueler ein Beispiel nehmen!

In der Stadt kenne ich mich mittlerweile schon ganz gut aus, auch mit kulinarischen Experimenten mexikanischer Art. Grundsaetzlich wird hier alles mit Limone, Salz und natuerlich Chili gewuerzt, von den Erdnuessen uebers Bier (michelada) bis hin zum Obst. Eine weiterer kulinarischer Hoehepunkt sind die scharfen Sossen, mit denen alles ueberschuettet wird, wie z.B. Chips oder Ananasstuecke. Ist aber eigentlich ganz lecker...

Am Wochenende bin ich zusammen mit Nicole (Lehrerin hier), ihrem mexikanischen Freund, Sina (Mitarbeiterin in der Verwaltung) sowie mexikanischen Freunden von ihr am Freitag zum Strand nach Boca de Iguana gefahren. Wir sind sehr spaet angekommen, weil wegen des Feiertags am Montag alle unterwegs zum Strand waren... Wir kamen also in der Dunkelheit am Campingplatz an und hatten ein bisschen Panik, als wir zum Strand vorliefen, denn direkt neben dem Campigplatz gibt es einen Mangrovenwald, in dem Krokodile leben. Ich hatte auch erfahren, dass diese 5-Meter-Monster manchmal am Strand herumliegen und des Nachts ins Meer zum Jagen abtauchen. Also lieber keine naechtlichen Schwimmausfluege riskieren. Leider bekam ich aber kein so possierliches Tierchen zu Gesicht, die meisten hielten sich auf der anderen Seite der Bucht auf.

Das Wetter war absolut herrlich und das Wasser super. Es gab auch ganz nette Wellen, und das groesste Vergnuegen fuer mich war es, mit einer tabla, also einem kleinen Surfbrett, Wellen zu reiten. Ein paar Mal waren die Wellen ein wenig staerker als ich und haben mich herumgewirbelt, aber das tat dem Spass keinen Abbruch, hinterher gleich nochmal auf der perfekten Welle bis zum Strand vorzuduesen. Direkt neben dem Strand gab es ziemlich steile Felsen, auf die wir hinaufgekraxelt sind. Die Aussicht ueber die Bucht war umwerfend (s. Fotos) und die Schatzsuche nach Muscheln und Schnecken aller Art erfolgreich. Unzaehlige Krebse krabbelten an den Felsen entlang, und die Pelikane segelten uebers Meer.

Wir tranken mit Roehrchen Kokosmilch aus frischen Kokosnuessen, assen jeden Menge Thunfisch aus Dosen und liessen uns die Sonne auf den Ruecken scheinen, bis wir am Montag unsrere Zelte abbrachen und uns auf den Rueckweg machten.

Lo disfrutamos a lo máximo!

4.2.08 12:01


Mariposas monarcas bis jetzt

Vor zwei Wochen habe ich mit Laura, einer Kindergaertnerin vom Colegio Alemán, ihrem deutschen Mann und dessen deutschen Freunden einen unvergesslichen Ausflug gemacht.

Wir sind am Samstag nach Michoacán gefahren, dem Bundesstaat suedlich von Jalisco. Dort gibt riesige Waldgebiete, wo jedes Jahr von November bis Maerz Millionen von Monarchschmetterlingen ihr Winterquatier haben. Sie kommen aus Kanada bis nach Mexiko geflogen, man schaetzt sie auf mehrere Millionen pro Hektar. Und so sieht es auch: Wenn es ihnen zu kalt ist, haengen sie wie riesige schwarze Trauben an den Kiefernaesten. Sobald die Sonne hervorlugt, fangen sie an zu flattern und bevoelkern die Luefte. Auf dem Boden liegen tausende tote Exemplare, sodass der Waldboden mit roten Fluegel bedeckt ist.

Leider war es an besagtem Tag ziemlich kuehl, sodass die Falter nicht allzu aktiv waren. Es war trotzdem ein ueberwaeltigendes Naturschauspiel. Wir sind mit Pferdchen zu einem der Gebiete geritten, und meines war im Grunde ganz nett... bis es sich mit einem anderen nicht so gut verstand und ein bisschen nach hinten ausschlug. Ich aber, souveraene Reiterin, bin auf dem fuer solche Aktionen etwas zu harten Sattel sitzengeblieben.

In der Schule bin ich wirklich gut beschaeftigt... die DaF-Kurse machen richtig Spass, und mit meinen Schuelern verstehe ich mich auch ganz gut.

Mittlerweile ist noch eine andere Praktikantin da, Tina. Mit ihr war ich letztes Wochenende unterwegs, Margaritas trinken und bummeln in Tonalá und Tlaqupaque.

Eine weitere Neuigkeit ist vielleicht die Tatsache, dass ich naechste Woche umziehen muss. Olga wollte eigentlich Ende Maerz nach D.F. zurueck, nun hat sie aber ab naechster Woche einen neuen Job in Playa del Carmen bei Cancún. Gestern hat sie ihr Auto und ihre Moebel verkauft. Ich komme bei Laura unter... darauf freue ich mich schon porque es muy buena onda Allerdings heisst das wahrscheinlich auch koerperliche Ertuechtigung, denn Laura geht regelmaessig ins Fitnessstudio. Ich war am Mittwoch dabei und spuere die Folgen in jedem Muskel...

Auf morgen freue ich mich riesig, denn ich und das halbe weibliche Lehrerkollegium gehen auf ein Maná-Konzert!

¡Que tengan buen fin de semana!

22.2.08 16:48


Fotos

22.2.08 16:51





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung