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Faules Wochenende am Strand

Am Freitag direkt nach der Schule ging es los Richtung Pazifikkueste. Mit dabei: Claus, Lehrer und begeisterter Surfer (der eine Oma aus BC hat, bei der er nach seiner Erinnerung seine ersten Erdbeeren mit Sahne gegessen hat, nett, was?), Sandra (Grundschule), Robert und seine Freundin Steffi.

Unterwegs kamen wir an karger Landschaft vorbei, aber auch an wunderschoenen Orten: Ein riesiger ausgetrockneter See, ueber dem ein Sandsturm wie ein Nebel wehte; Ein qualmender Vulkan und sein Zwillingsbruder von ueber 4000 Metern; tiefe Schluchten und Felsen; und schliesslich, als die Kueste naeher kam, Bananenplantagen und Palmenwaelder.

Unterwegs assen wir unglaublich leckere Quesadillas und fuhren an einem Surfshop vorbei, wo Robert ein Surfboard bestellte. Hier rannten schon im Hof die Krebse rum, und es war sehr feucht.

Am Ziel angekommen war es schon dunkel und wir bauten unsre Zelte und Haengematten unter einem Dach aus Palmblaettern auf. Viel war nicht zu sehen, aber doch das Meer in wenigen Metern Entfernung, das da vor sich hin rauschte. Nun oeffneten wir eine Flasche Tequlia, von der man ohne mit der Wimper zu zucken ohne Zitrone oder Salz trinken konnte. Unter mysterioesen Umstaenden war die Flasche am Ende des Abends leer (zu viert!), und als wir ins Bett gingen, kam aus einem Nachbarzelt eine nicht nachvollziehbare Bitte auf Hollaendisch und Englisch um Ruhe.

Als ich am naechsten Morgen aus dem Zelt krabbelte war die Sicht auf das Meer vor der Nase umwerfend. Da surften schon die ersten aus diesem kleinen alternativen Surferdorf, und gleich darauf tauchte ganz nah am Strand ploetzlich ein Walruecken auf! Fuer die Surfer waren die Wellen zu harmlos, fuer den gemeinen Schwimmer schon ganz ordentlich. Wir Nicht-Surfer lagen eigentlich den ganzen Tag faul in der Sonne und im Schatten herum. Die Temperaturen waren ziemlich perfekt, es wehte ein leichter Wind...

Am Abend machten wir ueberm Lagerfeuer Quesadillas und unzaehlige niedliche Einsiedlerkrebse marschierten uns mit einem Kitzeln ueber die Fuesse.

Mit unsren hollaendischen Zeltnachbarn hatten wir mittlerweile Freundschaft geschlossen, und als ich mich mit einem von ihnen unterhielt, stellte sich heraus, dass er jeden Sommer im Kreuzlinger Biergarten am Hafen Pizzas baeckt und im Winter zum Surfen nach Mexiko fliegt. Meine Pizza naechsten Sommer hab ich sicher!

 Am Sonntag machten wir uns auf den Heimweg und unterwegs kauften wir uns Chocobananas, gefrorene Bananen mit Schokoueberzug und Kokosstreuseln. So etwas koestliches! Ausserdem wurden wir an der Grenze des Bundesstaates Michoacan vom Militaer gefilzt, da die hier ziemliche Probleme mit Drogen haben. Claus erzaehlte, er sei schon mal in eine Schiesserei zwischen zwei Drogenbanden geraten, und er sollte auch mal ein Paket eindeutigen Inhalts nach GDL transportieren... Unser Auto streikte auf dem Heimweg alle 50 km mal, was ganz lustig war, vor allem beim Ueberholen. Es musste dann einfach neu gestartet werden.

Zuhause freute ich mich ueber eine Dusche! Und heute war natuerlich wieder Schule. Bisher ist es noch ganz relaxt, aber das bleibt wahrscheinlich nicht lange so, wenn die Unterrichtsvorbereitung beginnt und die Deutschsunden, die ich fuer die mexikanischen Angestellten halten soll!

¡Hasta la proxima vez!

 

 

15.1.08 02:01
 


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